Wer vom eigenen rechtsextremen Jugendverband als Extremist ausgeschlossen wird, hat in unserem Kommunalparlament nichts verloren
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat gegen zwei Vorstandsmitglieder des hessischen Landesverbands ihrer neu gegründeten Jugendorganisation „Generation Deutschland“ (GD) aufgrund von rechtsextremen Handlungen Maßnahmen beschlossen.
Einer davon ist der Darmstädter Stadtverordnete Christian Petri (AfD). Petri zeigte den rassistischen und rechtsextremen White Power-Gruß*. Er wurde nun von seiner Position als Vorstandsmitglied der GD enthoben, bleibt jedoch Parteimitglied.
Die frühere Parteijugend „Junge Alternative“ – der im Gegensatz zur neuen Jugendorganisation ein eigenständiger Verein war – war zuvor durch ihre Selbstauflösung einem Verbot als rechtsextrem aus dem Weg gegangen.
„Wer vom eigenen rechtsextremen Jugendverband als Extremist ausgeschlossen wird, hat in unserem Kommunalparlament nichts verloren. Das ist eine Schande für eine weltoffene Stadt wie Darmstadt. Die AfD-Fraktion muss Christian Petri ausschließen, am besten legt er sein Mandat nieder“, so Bijan Kaffenberger.
Die White-Power-Faust als rechtsextremer Code: “White Power bedeutet übersetzt Weiße Macht und wird im Sinne von „weißer Vorherrschaft“ oder „weißer Vormachtstellung“ verwendet. Die White-Power-Faust soll das Gegenstück zur schwarzen Faust der US-amerikanischen Black-Power-Bewegung sein.“ (Bundeszentrale für politische Bildung)
